So, jetzt gibts mal wieder nen Blog :-)
Gerade hab ich die Maria verabschiedet, die war ja jetzt die letzten 17 Tage bei uns zu Besuch!
Es war echt mal wieder schoen, so viel neues von Zuhause zu hoeren, und seid die Maria da war, denk ich auch wieder mehr an daheim. Aber natuerlich ueberwiegt die Vorfreude auf das was noch kommt, bevor ich mich wieder in Holzkirchen blicken lass.
Aber von Anfang an.
Unser Weihnachten hat sich doch noch als ein echter Erfolg entpuppt.
Wir sind ja von Floyds Boss zum Family Christmas Dinner eingeladen worden! Also haben wir uns noch am Tag davor ein Hemd gekauft, und sind am 25. Dezember, der eigentliche Weihnachtstag der Australier, mit dem Zug zu der Familie gefahren. Dort angekommen fuehlten wir uns gleich etwas overdressed, die Jugend war barfuss und Boardershorts. Kleidungstechnisch gehoerten wir also eher zur aelteren Generation, aber man will ja schliesslich auch einen guten Eindruck hinterlassen.
Wir wurden von Anfang an wie ein Teil der Familie behandelt, herzlich geruesst und umarmt und allen vorgestellt. Das Essen war noch nicht ganz fertig, und ehe wir uns versahen hielten wir ein Bier in der Hand und sassen draussen im Garten und unterhielten uns.
Nach etwa einer Stunde und ein paar eisgekuehlte Biere spaeter wurde dann zu Tisch gebeten. Vor Beginn des Festmahls wurde kurz gebetet, und jeder machte seinen Kracker auf, eine Art Knalltuete, in der ein kleines Geschenk und ein Witz verborgen war. Die Witze wurden der Reihe nach vorgelesen, und durch den vorhandenen Alkoholpegel, der altersunabhaenig in der ganzen Familie vorherrschte, waren die Witze auch unglaublich lustig.
Wenn ich von dem Alkoholpegel schreibe, heisst das nicht, dass alle stockbetrunken waren, aber alle waren doch in einer etwas gehobeneren Stimmung, allen voraus die ca 75 jaehrige Oma, die als Geschenk in der Knalltuete eine kleine Wasserpistole vorgefunden hatte und auch durchgehend Gebrauch davon machte.
Als Vorspeise gab es verschiedene Schinken, Salamis, Pates, eingelegte Oberginen und Zuchini und viele weitere Kleinigkeiten. Direkt im Anschluss wurde dann der Turkey verspeist, zusammen mit geroesteten Suesskartoffeln und Bohnen. Den kroenende Abschluss stellte der von der Oma zubereitete Christmas-pudding dar. Mit Alkohol uebergossen und angezuendet wurde er an den Tisch gebracht und mit Custard, einer Art Vanillesauce, gegessen. Fazit: So ein gutes Essen hatten wir mit Sicherheit seid daheim nicht mehr! Waehrend dem Essen, zwischen den Gaengen, wurde sich immer im Pool ausgetobt, dadurch war dann wieder Platz fuer den naechsten Gang.
Nach einigen weiteren Bieren und vielen interessanten Gespraechen und einer Einladung zur Oma nach Neuseeland haben wir uns dann verabschiedet und uns auf den Weg zum Flughafen gemacht, um die Maria abzuholen.
Mit der Maria hatten wir hier ein paar sehr schoene Tage, von Anfang an haben wir uns gefuehlt, als waer die Maria schon von Anfang an dabei gewesen. Ich war leider die ganze Zeit ueber arbeiten, dafuer hat die Maria dann tagsueber immer was mim Floyd gemacht und Abends haben wir dann zusammen die Strassen Sydneys unsicher gemacht.
An Silvester sind wir um 2 Uhr nachmittags Richtung Hafen gelaufen, wo um Mitternacht das grosse Feuerwerk stattfinden sollte. Sollte jemandem aufgefallen sein, dass zwischen 2 Uhr nachmittags und Mitternacht ein relativ grosser Zeitraum liegt.. naja, wir hatten echt Probleme, selbst um die Uhrzeit noch einen Platz mit guter Sicht im Park zu finden. Die Leute, die neben uns gesessen sind, sind extra aus Adelaide angereist und warteten schon seit 8 Uhr morgens..unglaublich.
Ich hab dann relativ viel der Wartezeit verschlafen, in der australischen Sonne auf dem Rasen, wodurch dann auch keine rechte Silvesterstimmung aufkommen wollte. Die Wartezeit verging dadurch aber relativ schnell, und als um 12 Uhr dann 800.000 Dollar in die Luft geblasen wurden, waren wir alle einfach verstummt und beeindruckt.
Danach sind wir noch in einen Club gegangen und bis 5 Uhr in der Frueh ins neue Jahr gefeiert. Der Neujahrstag wurde traditionell am Strand verbracht, es war dann auch echt was los am Strand. Doch trotz der vielen Leute kann man sich echt daran gewoehen, den Silvesterkater am Strand auszuschlafen!
Am Mittwoch hat sich dann der Floyd von uns verabschiedet und ist nach Melbourne geflogen. Seinen Platz in der WG hat dann der Felix Duehlberg eingenommen.
Heute sind wir zu dritt zum Abschied von der Maria nochmal durch The Rocks gelaufen, haben einen Kunsthandwerksmarkt angeschaut und uns in den Royal Botanic Gardens unter einen grossen Baum gehockt und Picknick gemacht. Jetzt wo die Maria weg ist, koennen wir auch bestimmt wieder besseres Wetter erwarten, des war die letzten Tage immer etwas durchwachsen.
Ich bin jetzt noch 9 Tage in Sydney, bis auch ich schweren Herzens die Stadt verlassen muss. Ich fuehle mich hier mittlerweile echt daheim, ich werde die schoenen Parks und die Skyline vermissen.
In Melbourne werde ich dann 2 Nationalparks anschauen und noch einmal am Strand schlafen, an der Great Ocean Road, bei den Twelve Apostels und hoffenlich einen schoenen Sonnenaufgang erleben.
Am 26. Januar geht dann endlich mein Flug nach Neuseeland, wo ich mir schon ein Auto gemietet habe und in einem Monat die Nord- und Suedinsel erkunden werde. In Wellington werde ich dann den Veitiii treffen, der mich auf der Suedinselerkundung begleiten wird.
Ich wuensche ich noch allen ein Frohes Neues Jahr, wenn auch etwas verspaetet, und gaanz viel Schnee :-)
Viele liebe Gruesse von der Sonne, euer David
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